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18.06.2012

Markt- und Systemintegration von Erneuerbaren Energien:

20.000 MW Wind bereits in der Direktvermarktung mittels Marktprämie: Erwartungen übertroffen

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2012) hat die Bundesregierung die Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien mithilfe der sogenannten „Marktprämie“ erweitert. Die neue Form der Direktvermarktung soll die Markt- und Systemintegration von Erneuerbaren Energien weiter vorantreiben und diese erstmals diskriminierungsfrei umsetzen.


Bereits heute übertrifft die zum 1. Januar 2012 eingeführte Marktprämie im Bereich Wind-Onshore die Erwartungen der Bundesregierung. Wurde bei der Planung für 2012 hier ein Anteil von 40 % (ca. 12.000 MW) bis zum 31. Dezember 2012 angenommen, so liegt der Wert aktuell für Juni schon bei über 65 % (ca. 20.000 MW) und wird voraussichtlich bis Jahresende auf ca. 75 % (ca. 23.000 MW) weiter ansteigen. Damit liegt der Wert nur knapp unter dem geplanten Mengenziel von 80 % für Ende 2014. Das novellierte EEG 2012 ist in diesem Bereich der Markt- und Systemintegration also bereits heute seinen ambitionierten Zielen um zwei Jahre voraus.

Die spezifischen Mehrkosten, die durch die Marktprämie entstehen, liegen für 2012 im Planbereich. Durch den erfolgreichen Anstieg der Direktvermarktung steigen die für die Marktprämie kalkulierten absoluten Kosten im ersten Moment zwar im gleichen Verhältnis von ursprünglich ca. 190 Mio. EUR auf etwa 280 Mio. EUR für 2012 an, werden aber aufgrund der jährlichen Degression der Marktprämie tendenziell weiter sinken. Damit dürfte die Marktprämie auch alldiejenigen überzeugt haben, die sich inhaltlich mit dem Thema in der notwendigen Tiefe beschäftigen konnten. „So senkt diese nicht nur langfristig die Mehrkosten für die privaten Haushalte, sondern liegt bereits unter dem Vorjahreswert der Kosten für Direktvermarktung nach sogenanntem „Grünstromprivileg““, so Josef Werum, Geschäftsführer von in.power GmbH. Die absoluten Kosten bei der Direktvermarktung und der notwendigen Markt- und Systemintegration sind vom letzten Jahr 2011 auf dieses Jahr somit sogar gefallen, obwohl in diesem Jahr bereits wesentlich mehr Ökostrommengen über die Marktprämie integriert werden konnten.

Die Integration von Erneuerbaren Energien hat im Zuge der Marktprämie auch zu einer Optimierung der Systeme und zu einer besseren Kommunikation zwischen Händlern, Dienstleistern, Netzbetreibern und Anlagenbetreibern geführt: Neben der Erfassung des Anlagenstatus führt diese Optimierung zu einer Berücksichtigung von geplanten Anlagenausfällen z.B. bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie von ungeplanten Anlagenausfällen, die z.B. bei einer Anlagenstörung auftreten können. Mit Hilfe dieser Infrastruktur konnten viele Marktteilnehmer die Prognosen für die fluktuierende Erzeugung aus Wind- und Solarenergie Anlagen im Zuge des Börsenhandels systemtechnisch ausbauen. Die Qualität der Prognosen wird stetig optimiert wodurch die damit verbundenen Kosten für Inanspruchnahme von Regelenergie bzw. Ausgleichsenergie langfristig gesenkt werden können.

Aktuell liegen diese bereits unter den durchschnittlichen Kosten der Übertragungsnetzbetreiber der letzten beiden Jahre. Gleichzeitig unterstützt die Marktprämie auch den Wettbewerb in Deutschland. Seit 1. Januar 2010 durften sich nämlich die vier großen Übertagungsnetzbetreiber die Vermarktung der eingespeisten EEG-Mengen nach sogenannter Ausgleichsmechanismusverordnung (AusgleichMechV) untereinander aufteilen. Das Strom-Oligopol, welches bereits 80 % der Erzeugungskapazität in Deutschland kontrolliert, bekam somit den exklusiven Zugriff auf die gesamten EEG-Mengen und somit auf die restlichen 20 % der Stromerzeugung.Mit Inkrafttreten der EEG-Novelle 2012 und der Marktprämie konnte das Strom-Oligopol in diesem Bereich aufgebrochen werden.

Aktuell beschäftigen sich etwa 30 hoch innovative und größtenteils junge und konzernunabhängige Direktvermarkter mit diesem Thema. „Die Direktvermarktung und hier insbesondere die Marktprämie tragen neben der Markt- und Systemintegration von Erneuerbaren Energien auch zur Schaffung von wettbewerblichen Strukturen bei und unterstützen darüber hinaus aktiv die Umsetzung der Energiewende in Deutschland“, resümiert Josef Werum.

 

Weitere Hintergrundinformationen zur Markt- und Systemintegration der Erneuerbaren Energien finden Sie  hier:

Auszug aus der Verbandszeitschrift bne-kompass 01/12

 

Wichtige Fakten zur Systemintegration der Erneuerbaren Energien

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